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RATGEBER: Matratzenkauf leicht gemacht
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Verfasser: toms-biomarkt - zeige alle Ratgeber von toms-biomarkt
04.10.2010
UNSER KLEINER RATGEBER ZUM MATRATZENKAUF

Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, daß unsere Schlafqualität neben unserer Ernährungsqualität hauptsächlich für unseren allgemeinen Gesundheitszustand verantwortlich ist.

In den durchschnittlich 6 bis 8 Stunden unseres täglichen Schlafes sollten wir unserem Körper deshalb die besten Voraussetzungen bieten, um sich von den Anstrengungen des vergangenen Tages zu erholen und sich für den Folgetag "aufzutanken"...

Ein wirklich gutes Schlafsystem ist nicht "billig" zu bekommen - so sehr uns das die Werbestrategen billiger Anbieter auch einreden mögen. Wenn wir aber annehmen, daß wir mindestens ein Drittel unseres Lebens im Bett verbringen und eine Matratze nach ca. 7,5 Jahren schon aus hygienischen Gründen erneuert werden sollte, dann läge der Einsatz für eine hochwertige Matratze von durchschnittlich € 600,00 bei ca. 22 Cent pro Tag! Erscheinen Ihnen täglich 22 Cent zu viel für einen erholsamen und gesundheitsfördernden Schlaf? Sicherlich nicht...es geht also vielmehr um die Prioritäten, die wir uns im Alltag setzen und einen sehr geringen täglichen Verzicht auf etwas ganz kleines weniger wichtiges...:-)...

Wann sollte eine neue Matratze angeschafft werden?

Wenn uns eine vorhandene Matratze morgens verspannt und unwohl sein läßt oder gar nachweislich Ruckenschmerzen verursacht oder sie "durchgelegen" ist, dann gehört sie umgehend ausgetauscht - egal, wie alt sie ist...!

Ansonsten sollte eine Matratze je nach Materialbeschaffenheit und Empfindlichkeit gegen Hausstaubmilben alle 5 bis 10 Jahre erneuert werden.

Welche grundsätzlichen Kriterien sollten Sie zunächst berücksichtigen?

Neben objektiven Kriterien wie Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht, Schlafhaltung und eventuell bereits vorhandenen orthopädischen Bedürfnissen ist auch unser subjektives Wohlgefühl sehr wichtig. Bei allem Wissen um objektiv "richtige" Rahmenbedingungen muß es uns auch einfach Spaß machen, uns ins Bett zu legen...:-)...

Geschlecht

Eine Frau von eher geringerem Gewicht und womöglich "Seitenschläferin" benötigt für eine möglichst hohe Punktelastizität im Becken- und Schulterbereich bei gleichzeitiger optimaler Unterstützung der Lendenwirbel eher eine weichere Matratze, als ein schwergewichtiger Mann und womöglich "Rückenschläfer" - für diesen Mann ist eine relativ harte Matratze erforderlich.

Alter

Ungefähr 75% der führenden Orthopäden raten dazu, von Kleinauf bis ins möglichst hohe Alter eher hart zu schlafen und den mit zunehmendem Alter wachsenden orthopädischen Ansprüchen erst bei tatsächlichem Bedarf gerecht zu werden. In der modernen Medizin gibt es aber auch zunehmend Studien, die schon früher zu mittelfesten und punktelastischeren Matratzen raten.

Größe

Eine Matratze sollte ungefähr 20 cm länger sein, als die eigene Körpergröße. Außerdem ist auch in der Breite auf genügend Bewegungsraum zu achten - für Singles mindestens 100 cm und mindestens 160 cm im Doppelbett.

In der Nacht bewegen und drehen wir uns sehr oft: Unser Körper reguliert sich selbstheilend über seine eigene "Gymnastik" und "Massage"...das baut Verspannungen ab und hilft der guten Durchblutung und das braucht ausreichend "Spielraum"...:-)...

Gewicht

Faustregel: Je leichter, je weicher und je schwerer, so härter...

Bis ca. 60 kg Körpergewicht = Weich
Ca. 60 bis 90 kg = Mittel
Ab ca. 90 kg = Hart

Mit zunehmendem Gewicht sollten Seitenschläfer auch auf eine ausreichende Matratzenstärke achten, insbesondere dann, wenn eine weichere Matratze bevorzugt wird.

Schlafhaltung

Im Idealfall bildet unsere Wirbelsäule im Schlaf eine gerade Linie. Bauch- und Rückenschläfer benötigen deshalb je nach Gewicht eher eine mittelfeste bis harte Matratze, damit die Wirbelsäule nicht "durchhängt". Eine zu starke Krümmung bei vorübergehender Seitenlage läßt sich dann gut mit einem Nackenkissen verhindern.

Seitenschläfer benötigen dagegen für eine gerade Wirbelsäule im Rücken- und Beckenbereich eine höhere Nachgiebigkeit bei gleichzeitig ausreichender Festigkeit zur Unterstützung im Lendenbereich.

Recht "sicher" für vielfältige Schlafbedürfnisse sind Matratzen aus 100% Naturlatex, bei denen der Latexkern aus mehreren unterschiedlich nachgiebigen Zonen besteht.

Diese Zonenmatratzen sind auch die beste Empfehlung für Menschen mit stärkeren orthopädischen Bedürfnissen.

Aus welchen Materialien sollten Matratzen bestehen?

Ihre Schlafumgebung sollte insgesamt so "gesund" wie möglich sein. Vielen schädlichen Umwelteinflussen können wir uns gar nicht mehr entziehen - bei der Wahl der Matratzenmaterialien sollten Sie deshalb jede weitere unnötige Strapazierung Ihres Immunsystemes vermeiden und ausschließlich auf Naturmaterialien achten. Im Idealfall sollten alle Materialien aus kontrolliert biologischem Anbau stammen oder wenigstens regelmäßigen Schadstoffanalysen unterzogen werden. Die Vorlage solcher Analysen ist allerdings etwas umstritten, weil dort oft nur die gesetzlichen Vorgaben oder die selbstgestzten Maßstäbe von Handelsverbündeten überprüft werden können und deshalb oft unzureichend sind.

Zudem haben Naturmaterialien entgegen allgemeiner Vorurteile oft einen viel besseren natürlichen Schutz vor Schädlingen und Milben. Wir kennen das von der Wolle sehr gut oder aber auch von der Kapokfaser, deren natürliche Bitterstoffe sogar milbenhemmend wirken soll.

Wirklich abraten müssen wir von Schaumstoff- bzw. Kaltschaummatratzen und Federkernmatratzen. Neben den erwähnten grundsätzlichen Bedenken gegen unnötige Schadstoffbelastungen haben wir bei Federkernmatratzen und Lattenrosten aus Metall auch noch die nachgewiesene "Antennenwirkung": Elektromagnetische Umgebungsstörungen werden nahezu "angesaugt"...

Wenn Sie eine härtere Matratze bevorzugen, empfehlen wir sehr gerne KAPOK-Matratzen. Diese Matratzen bieten als Naturmatratzen ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Außerdem bieten diese Matratzen gegen die bei Naturmatratzen gefürchtete Muldenbildung ein kluges Kammersystem, das Sie über einen leicht zugänglichen Reißverschluß bei Bedarf jederzeit wieder preiswert mit KAPOK-Fasern "nachstopfen" können. Diese Matratzen sind außerdem klappbar, was gerade bei einer recht schweren Naturmatratze sehr angenehm beim Betten beziehen ist.

Ebenso empfehlenswert für eine feste Schlafunterlage sind Futons, die Sie inzwischen ebenfalls in aufwändiger Verarbeitung punktelastisch erhalten können.

Wenn Sie eine mittelfeste oder weiche Matratze bevorzugen oder eine höhere Punktelastizität wünschen, empfehlen wir Ihnen eine Naturlatexmatratze. Bitte achten Sie hier beim Kauf auf einen 100% Anteil an Naturlatex! Es gibt keinerlei gesetzliche Vorgaben und deshalb werden auch oft schon Latexmatratzen mit einem Latexanteil von nur 15% als Naturlatexmatratzen verkauft - die weiteren 85% bestehen dann oft aus erdölhaltigen Fullprodukten und künstlichen Aufschäumern, was dann auch die niedrigen Preise erklärt...geschickte Händler verkaufen aber auch solche Matratzen teuer!

Wenn Sie nachts häufiger zum schwitzen neigen, sollte sich auf dem eigentlichen Latexkern eine Schurwollauflage befinden. Die Schurwolle verfügt über die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen, ohne sich "nass" anzufühlen und diese Feuchtigkeit auch wieder abzugeben.

Wenn Sie den Matratzenbezug als Allergiker oder aus Hygienegründen gelegentlich waschen möchten, wählen Sie bitte einen waschbaren Baumwollbezug.

Für Menschen mit einem erhöhten Wärmebedarf werden entsprechend aufgepolsterte Varianten angeboten.

Grundsätzlich empfehle ich eher auf aufwändige Polsterungen zu verzichten und preiswertere Naturlatexmatratzen in Standardausführungen zu wählen. Kaufen Sie sich von dem gesparten Geld besser ein einfaches und waschbares Unterbett für die Sommermonate und ein wärmendes Unterbett für die Wintermonate - so können Sie Ihre Matratze im Laufe der Jahre immer den tatsächlichen klimatischen Begebenheiten und Ihren aktuellen Bedürfnissen anpassen...:-)...

Für Doppelbetten mit unterschiedlichen Bedürfnissen der Schlafpartner empfehlen wir Ihnen "Partnermatratzen" OHNE BESUCHERRITZE mit unterschiedlichen Matratzenelementen für die rechte und linke Seite...


Lattenroste

Grundsätzlich gilt: Je aufwändiger eine Matratze gearbeitet ist, je überflüssiger wird ein Lattenrost!

Bei festen Matratzen und Futons können Sie allerdings mit einem federnden- oder Teller-Lattenrost noch zusätzlich recht ordentliche Punktelastizitäten erzielen, ohne auf die gewünschte Matratzenhärte verzichten zu müssen.

Allerdings sollte immer eine starre Lattung und darunter ausreichend Hohlraum vorhanden sein, um eine ausreichende Unterlüftung der Matratze zu gewährleisten.

Wir hoffen, Ihnen mit unserem kleinen Ratgeber einige nützliche Tipps gegeben zu haben und natürlich beraten wir Sie auch gerne individuell persönlich:

Vereinbaren Sie einfach einen telefonischen Termin mit unserem Herrn Thomas Nagel: 04361-4093...
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